Ermittlung des optimalen Trainingspulses Bekanntermaßen wird jede Art von Training am effektivsten über die Herzfrequenz gesteuert. Wer abnehmen möchte, gleichzeitig auch seinen Stoffwechsel verbessern möchte, profitiert besonders vom Training der Grundlagenausdauer. Hier wird in erster Linie Fett zur Energiebereitstellung verbrannt. Zur Bestimmung des optimalen Trainingspulses existieren eine Reihe von Formeln, die unterschiedliche Vor- und Nachteile aufweisen. Eine sehr gute Berechnungsformel wurde von Dr. Lagerstrøm (1986) entwickelt, die nicht nur den Ruhepuls, das Alter und die Sportart (Laufen, Radfahren, Schwimmen und Skaten) einschließt, sondern auch den Leistungszustand im Sinne eines Belastungsfaktors berücksichtigt. Zunächst muß die Herzfrequenz in Ruhe festgestellt werden. Man mißt den Puls morgens im Bett, noch vor dem Aufstehen. Dabei zählt man am besten an der Halsschlagader die Pulsschläge eine Minute lang. Dann geht es um eine realistische Einschätzung des Leistungsvermögens: Untrainierte erhalten den Faktor 0.6, mäßig Trainierte den Faktor 0.65, bereits ausdauertrainierte Sportler den Faktor 0.7 und Leistungssportler den Faktor 0.75. Wenn man mit Laufen sein Gewicht reduzieren möchte, rechnet man wie folgt: 220 – ¾ Lebensalter – Ruhepuls. Beim Radfahren und Skaten wird das volle Lebensalter in Abzug gebracht. Beispiel 1: Ein Angestellter, 40 Jahre, typischer Bewegungsmuffel, möchte mit dem Laufen beginnen. Sein Ruhepuls beträgt 70/min. Sein Belastungsfaktor ist 0.6. Beispiel 3: Ein Angestellter, 52 Jahre, geht seit Jahren dreimal in der Woche nach der Arbeit ins Schwimmbad, um seinen arbeitsbedingten Stress besser abzubauen. Er schwimmt dann eine Stunde zügig und ohne Unterbrechung, ist also ausdauertrainiert; der Belastungsfaktor ist 0.7. Der Ruhepuls liegt bei diesem Trainingszustand bei 50/min. Es ist offensichtlich, dass ein genaues Einhalten des optimalen Trainingspulses nur mit Hilfe eines Pulsmessers möglich ist. Insbesondere in den ersten Wochen und Monaten sollte man unbedingt dieses Hilfsmittel benutzen, damit das Gefühl für die Belastung beim Training gelernt wird, da Bewegungsprogramme meist mit zu hoher Belastung – in der Regel also mit zu hohem Tempo - durchgeführt werden. Bedenken Sie noch, dass jedes Bewegungsprogramm nach Möglichkeit nüchtern durchgeführt wird. In nüchternem Zustand herrschen niedrige Blutzucker- und somit auch niedrige Insulinspiegel vor, wodurch die Fettverbrennung ganz wesentlich erleichtert wird. Zur besseren Verträglichkeit sollte vor jedem Bewegungsprogramm Wasser getrunken werden, ggf. auch während des Trainings. Mit einer ausreichenden Wasserversorgung ist das Programm besser verträglich. Eigentlich ist es ganz leicht, wenn man diese Regeln beachtet. Lassen Sie Ihren guten Vorsätzen jetzt Taten folgen! Setzen Sie sich in Bewegung! Erste Erfolge stellen sich bereits nach wenigen Trainingseinheiten ein. Nach einigen Wochen/Monaten werden Sie feststellen, dass Ihr Ruhepuls gesunken ist. Auch der Belastungsfaktor ist angestiegen. Jetzt kann es erforderlich sein, den optimalen Trainingspuls erneut zu´berechnen. Er wird jetzt über dem Ausgangswert liegen, da Ihre Ausdauerleistung zugenommen hat und eine höhere Belastung möglich ist. Um Sie nochmals zu motivieren, lesen Sie bitte die folgenden Vorteile für Ihre Gesundheit, die durch ein solches Bewegungsprogramm belegt sind:
Noch ein kurzer Trainingstip für gesunde Breitensportler, die nur über wenig Zeit verfügen. Sechs Minuten pro Woche rennen macht richtig fit.
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